Ausbildungsförderung
Kurzbeschreibung
Ausbildungsförderung umfasst staatliche, betriebliche und europäische Maßnahmen zur finanziellen und strukturellen Unterstützung von Berufsausbildung, Studium und beruflicher Qualifizierung.
Ziel ist es, den Zugang zu Bildung und Ausbildung unabhängig von sozialer Herkunft zu sichern und Fachkräfteentwicklung zu fördern.
Systematischer Kontext
Ausbildungsförderung liegt im Schnittfeld von Sozialrecht, Bildungsrecht, Arbeitsmarktpolitik und EU-Sozialpolitik.
Verknüpfungen:
Ziele der Ausbildungsförderung
Die Ausbildungsförderung soll:
- Chancengleichheit im Bildungssystem sichern
- finanzielle Hürden abbauen
- Fachkräftesicherung unterstützen
- berufliche Qualifikation fördern
- soziale Teilhabe ermöglichen
Zentrale Instrumente in Deutschland
1. BAföG
- staatliche Ausbildungsförderung für Schüler und Studierende
- abhängig von Einkommen und Vermögen
Verknüpfung:
2. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
- Unterstützung für Auszubildende in dualer Ausbildung
- geregelt im SGB III
3. Aufstiegs-BAföG
- Förderung von beruflicher Weiterbildung (z. B. Meister, Techniker)
- unabhängig von Alter möglich
4. Betriebliche Ausbildungsvergütung
- Vergütung durch Ausbildungsbetrieb
- geregelt durch BBiG und Tarifverträge
5. Förderprogramme der Bundesagentur für Arbeit
- Zuschüsse für Ausbildung
- Unterstützung bei Benachteiligung
- Einstiegsqualifizierung
Verknüpfung:
EU-Ebene
Europäische Förderinstrumente
- Erasmus+ (Bildung und Mobilität)
- Europäischer Sozialfonds (ESF+)
- Jugendgarantie der EU
Verknüpfung:
Zielgruppen der Ausbildungsförderung
Besonders gefördert werden:
- Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
- sozial benachteiligte Personen
- Menschen mit Migrationshintergrund
- Menschen mit Behinderung
- Berufsrückkehrende
Verknüpfung:
Voraussetzungen
Je nach Programm gelten z. B.:
- Bedürftigkeit (Einkommen/Vermögen)
- anerkannte Ausbildung
- Ausbildungsstätte im Inland oder EU
- Leistungsnachweise
Rolle der Arbeitgeber
Unternehmen können beitragen durch:
- Bereitstellung von Ausbildungsplätzen
- Zahlung tariflicher Ausbildungsvergütung
- Beteiligung an Förderprogrammen
- Kooperation mit Arbeitsagenturen
Verknüpfung:
Bedeutung für Unternehmen
Ausbildungsförderung ermöglicht:
- Gewinnung von Nachwuchskräften
- geringere Ausbildungskosten durch Zuschüsse
- langfristige Fachkräftesicherung
- soziale Verantwortung (CSR)
Verknüpfung:
Bedeutung für Auszubildende
Für Auszubildende bedeutet sie:
- finanzielle Unterstützung
- bessere Zugangschancen
- weniger Abbruchrisiko
- höhere Bildungsbeteiligung
Verbindung zur Gesetzespyramide
1. EU-Sozial- und Bildungspolitik
3. Berufsbildungsgesetz (BBiG)
4. Verordnungen und Förderprogramme
5. individuelle Bewilligungsbescheide