Verhaltenskontrolle
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Verhaltenskontrolle

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Verhaltenskontrolle


Kurzbeschreibung

Verhaltenskontrolle bezeichnet die Erfassung, Beobachtung und Bewertung des Verhaltens von Personen, insbesondere von Arbeitnehmern, durch technische, organisatorische oder menschliche Maßnahmen.

Im Arbeitskontext ist sie rechtlich stark eingeschränkt und nur unter strengen Voraussetzungen zulässig.


1. Rechtsgrundlagen

Deutschland

  • Grundgesetz (Art. 1, 2 GG – Persönlichkeitsrechte)
  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  • Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
  • Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
  • Arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht

EU

  • DSGVO
  • EU-Grundrechtecharta

Verknüpfung:


2. Begriffliche Abgrenzung

Verhaltenskontrolle vs. Leistungskontrolle

  • Verhaltenskontrolle: Fokus auf „wie“ sich eine Person verhält (z. B. Kommunikation, Pausenverhalten)
  • Leistungskontrolle: Fokus auf Ergebnisse (z. B. Output, Zielerreichung)

Verhaltenskontrolle vs. Überwachung

  • Überwachung = allgemeine Beobachtung
  • Verhaltenskontrolle = gezielte Auswertung von Verhalten

Verknüpfung:

  • Wissensbereiche/Betriebsrat/Überwachung
  • Wissensbereiche/Betriebsrat/Überwachung am Arbeitsplatz

3. Zulässigkeit im Arbeitsrecht

Grundsatz

Verhaltenskontrolle ist nur zulässig, wenn:

  • ein berechtigtes Interesse besteht
  • sie erforderlich ist
  • sie verhältnismäßig ist
  • eine Rechtsgrundlage nach DSGVO Art. 6 vorliegt
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Hinweis

Keine Rechtsberatung

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