Leistungslohn
Kurzbeschreibung
Leistungslohn ist eine Form der Entlohnung, bei der sich das Arbeitsentgelt ganz oder teilweise nach der erbrachten Arbeitsleistung richtet.
Er steht im Gegensatz zum Zeitlohn, bei dem primär die Arbeitszeit vergütet wird.
Systematischer Kontext
Leistungslohn liegt im Schnittfeld von Arbeitsrecht, Tarifrecht, Personalwirtschaft und Arbeitsmarktökonomie.
Verknüpfungen:
- Arbeitsmarkt
- Wissensbereiche/Grundlagen/Beschäftigtenrechte
- Tarifvertrag
- Wissensbereiche/Betriebsrat/Leistungskontrolle
- Compliance
1. Grundprinzip
knüpfung:
- Tarifvertrag
5. Mitbestimmung im Betrieb
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- Betriebsrat beteiligt bei Einführung von Entgeltsystemen
- Schutz vor ungerechter Leistungsbewertung
- Transparenzanforderungen
Verknüpfung:
6. Leistungsmessung als Grundlage
- Stückzahlen
- Zeit pro Einheit
- Zielerreichung
- Qualitätskennzahlen (KPIs)
Verknüpfung:
7. Vorteile des Leistungslohns
Für Unternehmen
- höhere Produktivität
- stärkere Leistungsanreize
- flexible Personalkosten
Für Beschäftigte
- höheres Einkommen bei guter Leistung
- transparente Anreizstruktur
8. Risiken und Nachteile
- Leistungsdruck und Stress
- Qualitätsverlust bei reiner Mengenorientierung
- Ungleichbehandlung bei schwieriger Messbarkeit
- mögliche Fehlanreize
9. Bedeutung für den Arbeitsmarkt
- stärkere Differenzierung von Einkommen
- Anreizsysteme in wettbewerbsintensiven Branchen
- Einfluss auf Arbeitsmotivation und Produktivität
Verknüpfung:
10. EU-Bezug
- Arbeitsrechtliche Mindeststandards
- Gleichbehandlungsgrundsätze im Binnenmarkt
- Datenschutz bei Leistungsdaten
Verknüpfung:
11. Verbindung zur Gesetzespyramide
1. EU-Arbeits- und Gleichbehandlungsrecht
2. nationales Arbeitsrecht und Tarifrecht
3. Betriebsvereinbarungen zu Entlohnungssystemen
4. individuelle Arbeitsverträge
5. konkrete Leistungsabrechnung im Betrieb